Reise zu den Wurzeln der Geschichte

    Geschichte hautnah erleben durften die Kinder und Erwachsenen der Grafen von Schaunberg  Schule in Julbach. Im vierjährigen Rhythmus fährt die gesamte Schulfamilie zu ihren Wurzeln, die in Österreich liegen, denn die Grafen von Schaunberg sind schon lange Namensgeber für die Grundschule in Julbach. Ziel war daher die Ruine Schaunberg auf der Anhöhe bei Schaumburg in Eferding, die größte Ruine in Oberösterreich.

    Dort angekommen wurden sie bereits von Hans von Schaunberg alias Hubert Krexhammer empfangen. „Es berührt mein Herz“, sagte er voller Freude, als er die Julbacher  Gäste begrüßen durfte. Gewandet in der typischen Kleidung des 15. Jahrhunderts erzählte er vom Leben auf der Burg. Die sehr gut erhaltenen Gebäudeteile gaben ihm Anlass, anschaulich zu beschreiben, wie es damals hier ausgesehen hatte. 17 500 Quadratmeter umfasst die Fläche der Ruine, manche Wehrmauern sind bis fünf Meter dick. Im ehemaligen Rittersaal gab er eine Sage von der einsamen Grafentochter zum Besten, die ihren Freunden, den Fledermäusen ähnlich wurde. Krexhammer verstand es außerordentlich gut, so zu erzählen, dass die Kinder gebannt zuhörten. Vertieft wurde die Geschichte noch durch eine Fledermaus, die im Gewölbe unter der Burgkirche zu beobachten war. Auch hier wusste er noch Wundersames zu erzählen, das den Zuhörern leichte Schauer über den Rücken jagte. Neu für die Kinder war die Tatsache, dass es damals schon ein Warenhaus auf der Burg gab und man konnte sich ob der lebendigen Erzählung sehr gut vorstellen, wie das Leben auf der Burg wohl ausgesehen haben mag. Die größeren Kinder wagten noch einen Aufstieg auf den 32 Meter hohen Bergfried. Die Belohnung für das Überwinden der 189 Stufen stellte der einmalig schöne Blick ins weite Donautal dar. Hier wurde klar, dass die Burg als „Burg Schaunberg“ genannt wurde.

    Am nächsten Schulvormittag startete die 4.Klasse im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts zum Gang auf den Julbacher Schlossbeg. Am Parkplatz wurden sie bereits von den mittelalterlich gewandeten Burgfreunden erwartet. Gemeinsam stieg man zum Schlossberg hinauf. Unterwegs wurde immer wieder ein Stopp eingelegt. Zunächst erläuterte Wolf-Dieter Hergeth die einzelnen Kleidungsstücke, die damals getragen wurden, vom Filzhut bis zu den Beinkleidern. Sehr genau wusste er auch über die Lage der einzelnen Mauerteile, der Verläufe von Gräben und der Anordnung der Gebäudeteile sowie deren Ausmaße zu berichten. Relikte konnten passend zugeordnet werden, sodass sich die Kinder alles gut vorstellen konnten, wie die Burg einstmals ausgesehen haben könnte. Ganz oben angekommen zog der restaurierte tiefe Burgbrunnen die Kinder magisch an. Am Lagerfeuer durften alle noch die Fundstücke bestaunen, die bisher auf dem Burgareal gefunden wurden. Lanzenspitzen, Pfeilspitzen, handgeschmiedete Nägel, aber auch Schmuck, Haarnadeln und Feuersteine waren darunter. Dass es ein Ritter im wahrsten Sinne des Wortes nicht leicht hatte, spürten die Kinder, als sie ein Kettenhemd hochheben durften. Danach wurde“ Ritter Jürgen“ mit vereinten Kräften angezogen, der mit seinem Schwert sogleich in den Kampf zog, um Melonen für die jungen Besucher zu „köpfen“. Ebenfalls keine leichte Aufgabe ist es, einen Bogen zu spannen. Das konnten die Kinder an einem richtigen Bogen der Bogenschützen ausprobieren. Höhepunkt des Ausflugs war die Begehung der unterirdischen Gänge mit der Taschenlampe. Die wunderlichen Verzweigungen und das Gängesystem sowie die Kälte dort wurden zu einem besonderen Abenteuer. Nach dem Eintrag ins Gästebuch ging die Klasse mit vielen kleinen Erinnerungsstücken wie Tuffsteinen, Knochenresten und sogar einem antiken Eisennagel wieder zurück ins Tal.

     

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