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Das Seepferdchen des Artenschutzes ist da Grafen von Schaunberg Schule startet mit neuem  Abzeichen

Das Seepferdchen des Artenschutzes ist da

Grafen von Schaunberg Schule startet mit neuem  Abzeichen

Angelehnt an das Seepferdchen beim Schwimmen, wurde das Heupferdchen beim richtigen Bestimmen von Pflanzen und Tieren ausgelobt. Mit diesem neuen Abzeichen will die NAJU Bayern, Jugendorganisation des LBV, Kinder und Jugendliche für die Natur begeistern und ihr Wissen über heimische Arten fördern. Das Abzeichen Heupferdchen auf dem Cap zeigt gut sichtbar: ‚Ich bin Artenkenner*in‘. Zusammen mit der Urkunde würdigt es bei den Kindern die Fähigkeit, heimische Tiere, Pflanzen oder Pilze zu erkennen, und auch typische Arbeitsweisen von Forschenden anzuwenden. Dazu gehören etwa Fangtechniken zum Sammeln von Insekten oder Spinnen, der schonende Umgang mit Lebewesen und die Nutzung von Bestimmungshilfen, Lupen und Pinzette. „ Außerdem soll es Kindern schon früh Freude und Wissen im Umgang mit der Natur vermitteln“, sagt der NAJU-Geschäftsführer Haluk Soyoğlu. Um den weiß-grünen Aufnäher zu erhalten, müssen die Naturforschenden erfolgreich eine Prüfung ablegen. Entwickelt wurde es von Dr. Jonathan Hense, Biologe an der Universität Bonn.

Mit fachgerechter Unterstützung von der LBV Umweltstation in Wiesmühl starteten die Kinder der ersten Klassen mit der Prüfung zum HSU-Thema „Wiese“. Martina Mitterer, Diplombiologin und Leiterin der Station sowie Mitarbeiter Kevin Erifiu zeigten den Kindern erste Schritte zum Erkunden der verschiedenen Arten. Auf der im Zuge des Dorfwiesenprojekts entstandenen „Biene Maja Wiese“, die eine große Blumenvielfalt birgt, sollte sich jedes Kind zuerst eine Blume suchen. Dann wurden die einzelnen Bestimmungsmerkmale genau erklärt und Stängel, Blüte und Blätter der jeweiligen Pflanze so exakt wie möglich abgezeichnet. Anhand der Zeichnung wurde der richtige Name mit Hilfe eines Wiesenbuches herausgefunden. So konnten neun verschiedene Wiesenblumen erforscht werden. Anschließend ging es auf Insektenjagd. Nach einer kurzen Einweisung in die richtige Fangtechnik machten sich die Kinder mit Becherlupe und Pinsel vorsichtig auf die Suche. Trotz der niedrigen Temperaturen konnten Spinnen, Ameisen, Heuschrecke, Zikade, Feuerkäfer und Raupe gefunden werden. Das wissenschaftliche Arbeiten bereitete allen viel Freude und wurde ordnungsgemäß ausgeführt. So bestanden alle die Prüfung und erhielten zum Schluss von Frau Mitterer die Urkunde und das Heupferdchen Abzeichen.

Die Aufzeichnungen werden in einem kleinen Ordner gesammelt, der von der 1.bis zur 4. Klasse weitergeführt werden soll und somit um die Themen Hecke, Wald und Gewässer ergänzt wird. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler sich über die Grundschulzeit ein eigenes Bestimmungsbüchlein anlegen und einige ausgewählte heimische Tier- und Pflanzenarten sicher bestimmen können. Bei weiteren Exkursionen können die Kinder dann zweckmäßig  ihre mit Schullogo und Heupferdchen-Aufnäher versehenen grünen Caps tragen, welche  vom Elternbeirat gestiftet wurden.