Sprungziele

Experimentelle schul- und jahrgangsübergreifende Arbeit am naturwissenschaftlichen Tag

 

 

Was vor über 10 Jahren innerhalb der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft als Wunsch der Elternschaft in Kooperation mit der Schule erfüllt wurde, fand auch heuer seine Fortführung. Traditionell am „Brückentag“ nach Christi Himmelfahrt übernehmen die Eltern am Vormittag die Verantwortung und bringen sich mit ihrem Können und Wissen in die Bildung der Kinder ein.

Neun verschiedene Workshops wurden den Kindern angeboten, aus denen zwei gewählt werden konnten. Ein Schulvormittag, der über die normale Wissensvermittlung hinausgeht und den Kindern Zeit und Gelegenheit bietet, ihren Interessen gezielt nachzugehen.  Die engagierten Eltern konnten zur Mitarbeit bewegt werden und gestalteten interessante und lehrreiche Einheiten. Nach der gemeinsamen Begrüßung in der Turnhalle verteilten sich die Kinder und Experten auf die verschiedenen Fachräume.

Fachmann auf dem Gebiet „Strom“ Christian Lehnert griff noch einmal dieses HSU-Thema auf. So konnten die Kinder in aller Ruhe Stromkreise mit anspruchsvollen Schaltungen, akustischen Signalen oder fliegenden Propellern nachbauen.

Erstaunliche Experimente mit „Luft“ bot Eva Maria Haunreiter zum HSU-Thema der 1. Klasse an. Überraschende physikalische Phänomene konnten entdeckt werden. Damit wurde sehr eindrucksvoll und amüsant bewiesen, welche Kraft dieses Element besitzt und weitaus mehr ist als „nichts“.

Herbert Forstmeier brachten ihre Schnecken mit.  Die bekannten Arten aus der Nähe zu beobachten war schon interessant, doch die als Haustiere gehaltenen afrikanischen Achatschnecken waren faszinierend. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über die artgerechte Haltung  exotischer Haustiere.

Einsichten in die Konstruktion und den Bau von Brücken erhielten die Kinder beim „Brücken bauen“.  Markus Brandstetter stand eine  Brückenbaukiste zur Verfügung. Mit einer Menge spezieller Baumaterialien zu diesem Thema wurde ausprobiert und konstruiert, auf welche Art die verschiedensten Brückenformen realisiert werden können. 

Ein weiteres Umweltthema lag Melanie Sagmeister und Marlene Kirchberger am Herzen. Um Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken lautete das Thema „foodsharing“. Dabei wurde den Kindern aufgezeigt, wie die große Menge an Lebensmittelresten, die vorher bei Supermärkten eingesammelt wurde, noch verwendet werden kann, um nicht im Müll landen zu müssen.

Zum HSU-Thema „Wiese“ und  dem Erhalt der Artenvielfalt gestaltete   Kerstin   Wimmer einen praktischen Workshop. Das Leben und die Bedrohung wichtiger Insekten regte sie dazu an, mit den Kindern kleine Insektenhotels für den eigenen Garten zu bauen.

Um das Lebensmittel Brot ging es bei Dr. Julian Panowski. Mithilfe der sorgfältigen Sauerteigherstellung wurde feines Brot gebacken und jedes Kind durfte für die Weiterverwendung Teigproben mit nach Hause nehmen. Sogar die Butter zur Verkostung wurde in einem Butterfass selbst ausgerührt.

Recycling von Papier übernahmen Denise Reichenwallner, Verena Schlehaider- Rieger und Miriam Volke. Aus einer Pampe von Altpapier entstanden beim Papier schöpfen unter der fachkundigen Anleitung wunderschöne Bilder, die mit natürlichen Materialien verziert wurden und später als Deckblatt verwendet werden.

Kristina Diesner wagte sich an einen Nähkurs für Kinder.  Aus Stoffresten wurden schöne Taschen genäht, die sehr nachhaltig eingesetzt werden können. Michaela Bruckbauer unterstützte sie dabei. Das fertige Werkstück machte stolz und bereitete den jungen Besitzern viel Freude.

Der Vormittag stellte einen Höhepunkt im Ablauf des Schuljahres dar.  Allen Beteiligten machte der außergewöhnliche Schulvormittag viel Freude. Die Schulleitung und das Lehrerkollegium erwiesen allen Leiterinnen und Leitern eines Workshops ihre Anerkennung und freuten sich, dass die Tradition auch in diesem Jahr weitergeführt werden konnte.